Warum Amazon nicht Ihr „Importeur der Aufzeichnungen“ in Japan sein kann
Ein häufiges Missverständnis unter Amazon-FBA-Verkäufern, die nach Japan expandieren, ist die Annahme, dass Amazon als ihr Importeur fungieren kann.
Der Begriff „Importer of Record“ (IOR) ist im globalen Handel weit verbreitet. Japan erkennt IOR jedoch nicht wie einige andere Länder als eigenständige Rechtsbezeichnung an. In der Praxis umfasst das, was ausländische Verkäufer in Japan als Importer of Record bezeichnen, in der Regel eine strukturierte Kombination von Verantwortlichkeiten. Dazu gehört häufig die Ernennung eines Zollanwalts für Einfuhranmeldungen und in regulierten Kategorien wie Kosmetika oder Medizinprodukten eine lizenzierte Einrichtung wie ein Inhaber einer Marktzulassung.
Es ist wichtig, diesen Unterschied zu verstehen, bevor Sie Waren nach Japan versenden.
Amazon übernimmt keine Verantwortung für den Import
Amazon Japan fungiert als Marktplatz und Fulfillment-Anbieter. Das Unternehmen übernimmt keine Zollhaftung für Waren von Drittanbietern. Die Angabe von Amazon als Importeur in den Versandpapieren entspricht nicht den japanischen Zollvorschriften.
Wenn Waren im Rahmen von Amazon FBA nach Japan versandt werden, müssen die Zollpapiere den verantwortlichen Importeur und, falls erforderlich, den beauftragten Zollanwalt genau angeben. Bei regulierten Produkten muss vor der Einfuhr auch die entsprechende lizenzierte Stelle vorhanden sein.
Wenn Amazon fälschlicherweise als Importeur angegeben wird, werden Sendungen in der Regel bei der Zollabfertigung gestoppt. Dieses Problem wird oft erst sichtbar, wenn die Waren bereits in Japan angekommen sind.
Was passiert, wenn die Struktur falsch ist?
Wenn die Angaben des Importeurs nicht mit den japanischen Zollvorschriften übereinstimmen, wird die Zollabfertigung ausgesetzt. Die Verkäufer erhalten dann eine dringende Benachrichtigung, dass ihre Waren aufgrund einer falschen Bezeichnung nicht bearbeitet werden können.
Zu diesem Zeitpunkt sind die Lagerzeiten begrenzt. Es können zusätzliche Gebühren anfallen. In einigen Fällen muss der Lagerbestand an den Ursprungsort zurückgeschickt werden, was den Zeitplan für die Markteinführung durcheinanderbringt und die Kosten erhöht.
Dieses Szenario ist häufig bei Verkäufern anzutreffen, die sich auf ausländische Frachtunternehmen verlassen, die mit den japanischen Einfuhrbestimmungen nicht vertraut sind. Die Unterlagen mögen am Ursprungsort akzeptabel erscheinen, werden jedoch bei der Ankunft abgelehnt.
Das Problem ist nicht der Markt. Es ist das Fehlen eines ordnungsgemäß strukturierten Importrahmens.
Die Kombination von ACP und lizenzierten Unternehmen verstehen
Für ausländische Verkäufer ohne juristische Person in Japan muss ein Zollanwalt als Vertreter für Zollanmeldungen bestellt werden. Der ausländische Verkäufer bleibt für die korrekte Produktklassifizierung, Bewertung und Einhaltung der Vorschriften verantwortlich.
In regulierten Kategorien gelten zusätzliche Lizenzierungspflichten. Beispielsweise benötigen Kosmetika und Medizinprodukte vor dem Import einen Inhaber der Marktzulassung. In diesen Fällen wird das, was ausländische Verkäufer als „Importeur der Aufzeichnungen“ bezeichnen würden, effektiv zu einer koordinierten Struktur zwischen Zollvertretung und behördlicher Lizenzierung.
Diese kombinierte Struktur muss vor dem Abtransport der Waren vom Ursprungsort festgelegt werden.
Der Markteintritt erfordert eine geeignete Importarchitektur.
Bevor ausländische Verkäufer Lagerbestände an Amazon Japan versenden, sollten sie Folgendes überprüfen:
- Wer ist rechtlich für die Einfuhranmeldung verantwortlich?
- Ob ein Zollanwalt ordnungsgemäß bestellt wurde
- Ob für die Produktkategorie eine zugelassene Einrichtung wie ein MAH erforderlich ist
- Die Produktklassifizierung, Bewertung und Ansprüche entsprechen den japanischen Vorschriften.
Amazon kann Ihre Produkte vertreiben. Es kann jedoch nicht Ihre Import- und Compliance-Struktur ersetzen.
Um über Amazon in Japan Fuß zu fassen, reicht eine Marktplatzregistrierung nicht aus.
Ihre Importstruktur muss klar definiert sein, einschließlich der Zollvertretung und, falls erforderlich, der behördlichen Genehmigungen. Die Festlegung dieses Rahmens vor dem Versand schützt Ihr Inventar, Ihren Zeitplan und die Glaubwürdigkeit Ihrer Marke.
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 18. September 2023 veröffentlicht und am 20. Januar 2025 mit aktuellen Informationen aktualisiert.